Friedrich Haller Verlag |
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Philosophie und Literatur im LebenUm Unabhängigkeit zu wahren und gute Literatur nicht der Willkür eines trendhörigen Literaturbetriebs zu überlassen, gründete sich am ersten Januar 2000 der Friedrich Haller Verlag, der Verlag für Philosophie und Literatur im Leben. Die Initiatoren erkannten, daß es ein Vorteil ist, die Entwicklung und Verbreitung ihrer Philosophie und Literatur selbst zu besorgen, damit sie glaubwürdig bleiben kann. Andere Autoren gesellten sich schnell hinzu. Einer von ihnen, Martin Schwarzin, faßt schon in seiner Vorrede zum Falschhirnjäger zusammen, wogegen der Verlag anzuwirken beabsichtigt, nämlich, daß das Gute und Kritische im Sumpf der ubiquitären Mittelmäßigkeit untergeht. Der Friedrich Haller Verlag publiziert seine Bücher nicht mit Blick auf die gegenwärtige literarische Mode, deren Launen und Effekthaschereien eine schriftstellerische Entwicklung und Entfaltung kaum noch zulassen. Wir werden viele Manuskripte ablehnen, weil sie uns nicht behagen, uns unwichtig oder langweilig erscheinen. Andererseits könnte es aber sein, daß gerade häufig abgelehnte, weil differenziertere Texte mit desto größerem Interesse bei uns lektoriert werden. Der Verlag liest über die erste Seite hinaus. Wichtig ist immer die literarisch-anspruchsvolle, lebensbejahende Haltung des Autors, dessen Werk bei Akzeptanz unseres Hauses eine individuelle bibliophile Betreuung im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten erfährt. Wir widmen uns ausdrücklich der Lyrik, der Philosophie im Sinne Nietzsches, auch der Belletristik, sofern sie philosophisch durchdacht ist und nicht ohne höhere Einbettung auszukommen glaubt. Der Friedrich Haller Verlag dient dem aufsteigenden Leben. Daraus folgt, daß wir nicht alles veröffentlichen, sondern nur Philosophie und Literatur im und für das Leben. Im heutigen dekadenten Zeitalter, in dem der Verfall wirklicher Persönlichkeit und Institution ins Histrionentum perversen Utilitarismus über die aristokratischen Werte hinweg amoklaufen lässt, ist die Sorge um die Zukunft des Menschen in die der Weltbürger um sich selbst hinüberzuretten. Es geht um die Ordnung von Welt durch Selbstsetzung in die Widerfahrnis einer in Rückbesinnung auf das Leben vorgestellten Natur und eine sie stilisierende Kultur. Es gilt die Partei des höheren Menschen durchzusetzen, die auf der Grundlage der Einsichten Nietzsches durch Solidarisierung aller souveränen Individuen der Realisierung ihres Programms eine politische Dimension zu geben hat.
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