Friedrich Haller Verlag
Verlag für Philosophie und Literatur im Leben


    

Rezensionen


Dezember 2011: Artikel zu Sirko Bayers "Vorbei an Strohpuppen" wurden nun auch in mehreren Zeitungen veröffentlicht!

Uelzener Anzeiger vom 20.11.2011

"Vorbei an Strohpuppen" aufrufen

Erste Stimmen zum Buch "Wandlung. Eine Trilogie"

  1. "(…) Mit mannigfachen stilistischen Mitteln und Plastizität der Darstellung gestaltet der Autor eine philosophisch hochwertige Gesellschaftskritik, die erhöhte Eindringlichkeit durch persönliche Betroffenheit gewinnt. Es handelt sich schlichtweg um gute Literatur, deren Lektüre ich nachdrücklich empfehlen kann."
    Dr. phil. Friedrich Haller, Bonn-Troisdorf
  2. "Ich konnte das Verfertigen, das allmähliche Hervorkommen der Texte über Jahre begleiten. (…) In der Masse dessen, was heute zu Markte getragen wird, stehen sie beinahe einzig. Sie gehören in eine andere Reihe. Zu Heinrich Heine und Friedrich Nietzsche, zu Georg Trakl und Rainer Maria Rilke (…)"
    Dr. phil. Jürgen Friedrich, Berlin
  3. "(…) Bin dafür die weiten Wege bis in die letzten Winkel meiner Seele hinab- gestiegen … und kann heute jedes Wort von dir tief nachempfinden, wenn du in deinem Buch deinen eigenen Weg beschreibst. Die Bilder, diese innere Welt, die du dort in beeindruckend präziser und doch auch in einer sehr besonderen lyrischen Weise entstehen läßt, wurden mir fast schon auf verstörende Art vertraut … Steckt all das vielleicht in jedem Menschen? (…)"
    "...die Muster von Nietzsches Moral-Gedanken, die willenlose Konditionierung der Menschen, die diesen Mustern zwingend folgt, brechend, ist hier ein intimes Kunst-Werk entstanden, so beeindruckend, so zutiefst verehrungswürdig wie der Mensch dahinter, der es verfasste... jedes Wort hinterlässt tiefe Spuren in der Seele des Lesers, unwiderruflich...das persönliche Zeugnis des schmerzvollsten Weges, den ein Mensch nur wagen kann: unendlich tief hinab zu gehen bis an den letzten, dunkelsten Ort der eigenen Seele, durch allertiefste Abgründe hindurch; hier gehen wir diesen Weg mit ihm auf seine Weise - voller poetischer Symbolik, groß, bildgewaltig, grausam, schonungslos - ein langer, doch am Ende ein befreiender und reinigender Weg, um "Zelle für Zelle ein Dankeslied" anzustimmen, fühlend verbunden mit dem Leben...Zeit, das Leben endlich zu feiern...ich feiere in tiefer Dankbarkeit mit dem Autor, Dankbarkeit für jeden Impuls, den dieses Werk tief in mir auslöst, Dankbarkeit für die Begegnung mit dem Autor... ...Ein kostbares Werk für jedes "Weltenkind"..."
    Andrea Matschulat, Berlin
  4. "(…) Ich kann dir nur sagen, daß es mich tief bewegt, erschüttert, mit Trauer erfüllt hat! Ich habe geweint, mitgelitten, es hat mir das Herz abgeschnürt … und ich habe wieder aufgeatmet und aufs neue gestaunt, wie viel Kraft der Mensch aus seinem tiefsten Innern schöpfen kann, um zu neuen Ufern aufzubrechen! (…)"
    Katharina …, Berlin

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Rezension zu "Bucklichter Dronte":

"Wer sollte ihn lesen, diesen "Bucklichten Dronte"? Wem könnte ich es anempfehlen, dieses etwas andere Lesebuch der Herausgeber Friedrich Haller, Dominik Dombrowski, Martin Schwarzin? Erste Hinweise liefern der geheimnisvolle Titel und die von ihm und seinem Untertitelkontext ausgelösten Assoziationen, Verwirrungen, Irrungen, Fragen, vor denen man resignieren kann, auf die man aber auch mit Neugier reagieren kann, sich um Antworten mühen kann.

Es ist ein Buch für Leser, die sich nicht entmutigen lassen, wenn Bezüge zu den eigenen Fragen, wenn Antworten, die sich im Buch finden lassen oder ausgelöst durch Hinweise im Buch nach gründlicher Recherche gefunden worden sind, eher weitere Fragen aufwerfen, den verwirrten Blick weiten, als zu gedanklicher Klarheit oder wenigstens voreiliger Scheingewissheit zu verhelfen. Es ist ein philosophisches Buch, weil es vorgibt - so das Vorwort - das Dasein mit seinen „Taschenspielertricks" verstehen und meistern zu helfen, es ist ein philosophisches Buch, insofern solche Aufklärung nicht über Antworten auf nicht gestellte Fragen erfolgt, sondern statt dessen zum Fragen angeregt wird, zu Zweifeln an sich selbst und der eigenen Aufgeklärtheit, zu Fragen an die Wirklichkeit, die platte, die künstlerische, die historisch-politische, von Generationen durchlebte, in der Gegenwart durchlittene, für die Zukunft befürchtete oder erhoffte.

Auslöser sind zunächst Fragen über Fragen an das Buch, etwa: Warum ist ein ausgestorbener Hügel- und schwanzloser Vogel, dazu - in der Vogelwelt bislang unbekannt - ein buckliger, Titelgeber? Was ist mit interantinational im Untertitel gemeint? Es heißt ja nicht international, auch nicht antinational, nicht einmal inter-antinational oder inter anti-national. Nein, das Lesebuch wird "interantinational" angeboten. Verbirgt sich hinter den Lesehilfen im Vorwort ein Versprechen oder eher eine Drohung. Die Ironie der Welt in ihren Entwicklungsstadien gegenüber, aber auch die der Buchkonzeption zugrunde liegende Selbstironie ist deutlich, wirft aber eher Fragen auf, statt Antworten in den Blick zu rücken - ganz konzeptionsstringent? Wer könnte sich für die Fülle an Beiträgen dieses Lesebuchs in ihrer in Auswahl (inhaltlich wie formal, textsortenbezogen) und Anordnung provokant verwirrenden Vielfalt interessieren, im Laufe einer anfangs zögerlichen, schmökernden Lektüre thematisches Interesse entwickeln? Individuelle Lebenssinnsucher in einer globalisierten Sinnkrise? An der Philosophie Nietzsches oder Stirners und den daraus ableitbaren gesellschaftlichen Analysen und Handlungsentwürfen Interessierte? Menschen mit Sehnsucht nach Orientierung über ein Manifest und dessen vielfältige Konkretisierungen politischer, künstlerischer, philosophischer Programmatik - zur persönlichen Absicherung auch ironisch gebrochen? Aktuelle Kulturpessimisten, die ihre Skepsis der deprimierenden Gegenwart gegenüber durch die Konfrontation von bissigen Kennzeichnungen solcher Gegenwart mit ästhetischer, literarischer, philosophischerWirklichkeitssicht historischer Überlieferung - durch ironische Zuspitzung verfeinert - genießen wollen? Liebhaber philosophischer oder philologischer Diskurse, sprachlichen Floretts, ästhetischen Genusses? Freunde gedanklicher Assoziationsakrobatik, die Vergnügen daran haben, auf der Suche verstehenden Nachvollziehens kreativer Reflexionen zwischen Entlehnungen aus unterschiedlichen Landessprachen, Kulturkreisen, Zeitaltem, zwischen Hinweisen aus Philosophie und Religion, Literatur und Kunst, Geschichte und Politik hin und her zu hetzen, immer in Gefahr, den Bezug zum roten Faden der Argumentation zu verlieren?

Klassische Hermeneutiker, die an aktuellen Texten die Notwendigkeit und für sich die Chance für einen vielfachen hermeneutischen Zirkel vermissen und hier eine ganz anders fundierte Möglichkeit hermeneutischer Erkenntnistätigkeit entdecken können? Oder doch nur ein Diskussionszirkel von Mitgliedern des Stirner- und Nietzsche-Kreises?

Die Antwort ist einfach und verbirgt sich im Untertitel. Ein Lesebuch ist für alle da, es enthält Vieles für Viele. Wer gedankliche Anregungen sucht oder braucht, wer von wissenschaftlicher Systematik gedanklich gelangweilt ist, wer sprachlich überrascht zu werden hofft, einen Steinbruch für kreative Orientierung sucht, wer sich bestätigt sehen will in seinem Ärger an der Welt, wer sich lustig machen Will über den Ärger wird hier fündig. Wer sich ärgern will, aus Prinzip, aber auch, z.B. weil er oder sie nicht enträtseln kann, wie einige Beiträge Gnade vor den strengen Augen der Herausgeber finden konnten oder - in zeitgenössischer Diktion - warum die qualitative Heterogenität der ausgewählten Beiträge so ausgeprägt ist. Aber auch hier findet sich Hilfe im Buch; z.B. im "Manifest" wird nachvollziehbar: das Lesebuch ist auch in der Auswahl der Beiträge auf seine Programmatik abgestimmt."

Wolfgang Loebe

"Bucklichter Dronte" aufrufen


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